Mut zu Mut – für ein vielfältiges WIR

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meine „zärtlichkeitsgrafik« mit den worten von che guevara schmückt die titelseite des heimfocus-magazins #26 vom september 2016 und titelt den hervorragenden nachfolgenden aufruf (s.22f):

Mut zu Mut – für ein vielfältiges WIR 

Die „Willkommenskultur“ scheint in der Defensive. Angstmacherei und Missgunst bestimmen die Nachrichtenlage. Und gleichzeitig sterben weiterhin Tag für Tag Männer, Frauen und Kinder im Mittelmeer. So darf es nicht weitergehen. Was wir brauchen, ist eine positive Aufbruchstimmung. Deutschland stand im letzten Sommer für Mitmenschlichkeit und ge- lebte Demokratie.Da wollen wir anknüpfen, die gelebte Demokratie von unten zu stärken. Klar ist: Die Gesellschaft der Zukunft wird sich verändern, und sie wird vielfältig sein – und wir können diese Zukunft positiv für alle gestalten – mit Zu- versicht! Deswegen schaffen wir eine Plattform für Bayern, um uns auszutauschen und über notwendige weitere Schritte zu diskutieren.

Aufruf 

Das vergangene Jahr hat die Welt verändert 

Die vielen Menschen, die auf der Suche nach Schutz vor Krieg und Gewalt, vor Not und Elend zu uns gekommen sind, haben uns gezeigt, was Bayern alles kann – im Guten wie im Schlechten.

Seit einem Jahr erleben wir Weltoffenheit und Solidari- tät, lokales Engagement und spontane Hilfsbereitschaft, gemeinsames Anpacken und breiten Protest gegen Men- schenverachtung — die Bereitschaft für ein neues WIR. Und zugleich erfahren wir das genaue Gegenteil: vermehrte Übergriffe auf Unterkünfte, offenen Rassismus und frem- denfeindliche Gewalt, soziale Abwehrreaktionen und poli- tischeAbschottungsversuche,kollektivesWegschauenund organisierte Unverantwortlichkeit.

Das vergangene Jahr hat unser Land verändert 

Immer wieder ist die Rede von der „Flüchtlingskrise“. Sie ist aber keine! Die Krise ist allenfalls eine Krise der euro- päischen Politik und der europäischen Idee – und steht symbolisch für all das, was sich vor unseren Augen tut. Aber sie steht nicht allein. Seien es die von der Europä- ischen Union erzwungenen Sparmaßnahmen in Grie- chenland oder die Schere zwischen Arm und Reich, die auch bei uns immer weiter auseinander geht; seien es die kriegerischen Konflikte vor unserer Haustür oder die zu- nehmend hemmungslos sich Bahn brechende Intoleranz gegenüber „Anders“gläubigen, „Anders“lebenden und

„Anders“liebenden: Wir leben in einer Zeit, in der sich vie- les zum Schlechten zu wenden scheint. In einer Zeit, in der diejenigen, die sich gegen diese Wende stellen, immer we- niger zu werden scheinen. Und in der daher vor allem eines gefragt ist: Haltung und Mut.

München! 

Das vergangene Jahr hat unsere Demokratie verändert 

Mut – das klingt nach einer persönlichen Eigenschaft, nach einer individuellen Haltung. Das ist Mut auch, und als solch individueller Charakterzug ist er heute gefragt:

als Mut zur politischen Positionierung, als Mut zur klaren Haltung,
als Mut zur öffentlichen Parteinahme.

Aber Mut ist mehr: Mut ist auch ein kollektiver Impuls, eine gemeinsame Praxis. Mut zu haben bedeutet unter den gegebenen politischen und ökonomischen Bedingungen, gemeinsam für ein anderes Verständnis von Politik und Ökonomie, Demokratie und Gesellschaft einzutreten, als es gegenwärtig vorherrscht.

Politisch Mut zu haben bedeutet heute sich einzusetzen:

für ein Europa ohne Grenzen
für eine Abkehr von nationalen Egoismen
für globale Solidarität
für eine gerechtere Verteilung des Reichtums
für gleiche Lebens- und Teilhabechancen aller
für den Respekt gegenüber anderen Kulturen, Identitä- ten und Sexualitäten
für die demokratische Verfasstheit unseres Gemeinwe- sens
für die Demokratisierung von Schulen und Betrieben, der lokalen Politik wie der europäischen Institutionen.

Mit Mut und nicht müde werdend müssen wir uns einset- zen:

für Abrüstung und gegen Waffenhandel
für eine ernsthafte Politik der Nachhaltigkeit (die nie- mals in nationalstaatlichen Grenzen funktionieren kann).

Das vergangene Jahr hat Bayern verändert 

Wir leben in Zeiten weitreichender gesellschaftlicher Umbrüche. Die Fluchtbewegungen haben das Beste dieser Gesellschaft hervor gekehrt – und zugleich ihr Schlechtestes ans Tageslicht gebracht.

WIR wollen Bayern verändern – mit einem vielfältigen Wir:
auch indem wir die Bewegung der vielen aufnehmen, deren Engagement unterstützen und den Mut weiter treiben.

Mut zum Aufbruch, Mut zur Solidarität, Mut zur Vielfalt:
Dafür stehen WIR. 

Stehst Du mit uns? Stehen Sie mit uns? 

Mut zu Mut – eine politische Initiative c/o Nikolaus Hoenning Eisnergutbogen 51
80639 München 

www.mutzumut.de
Mail: info@mutzumut.de 

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mehr zu heimfocus – stimem für menschen gibt es hier: http://www.heimfocus.net/startseite/



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