#rp15 – die große zeit der re:publica ist vorbei!

#rp15_3er_web

gewünscht hatte ich mir drei tage voller ideen und zukunftsstoff, voller energie, vision und machbarkeitsgedanken. doch was ich nach der rp10, rp11, rp12, rp13 und rp14 von der #rp15 mitnehme ist eher dürftig. gunter dueck, dem die veranstalter leider nur 30 minuten zugestehen wollten und astronaut alexander gerst waren meine persönlichen highlights. neben ein wenig ok-mittelmaß musste ich allerdings auch einige (zu viele) extrem schwache auftritte mit mangelhafter inhalts-, fach-, vortrags- und methodenkompetenz ertragen. wer sucht hier aus, wer entscheidet über die teilnahme, die inhalte, die schwerpunkte und die platzierung. da sind clickenhafte stammbesetzungen und interessengeleitete auswahlmechanismen unverkennbar.

was mir sorgen macht ist der abnutzungseffekt, die verlorene detailliebe und die selbstverliebtheit der veranstaltung und ihrer organisatoren. optimierung, ökonomisierung und vereinfachung der abläufe lassen manches unter den tisch fallen, was auch dem klima gut tat. alles geht schnell, funktionell und ziemlich reibungslos – aber auch etwas lieblos. die bunten und autentischen monoblock-stühle, die verschiedenfarbigen rp-leinenbeutel, die öffentliche twitterwall, die rockband am abend, die english-deutsch-übersetzung, usw. die kooperation mit der media convention #mcb15 hat hingegen einiges gerettet: zum start 2014 noch ziemlich unterbelichtet gab es 2015 interessante und attraktive programmbeiträge und sessions die an eingen stellen der rp15 vorzuziehen waren.

was mir sorgen macht ist die zunehmende frage vieler befreundeten teilnehmer-innen, ob die #rp16 noch den weg in ihren kalender findet, soweit sie nicht eh schon weggeblieben sind. über den werteverfall täuschen auch die immer fetteren teilnehmer-innen-zahlen und sessions nicht hinweg: die personelle und inhaltliche dichte nimmt spürbar ab.

alles hat seine zeit!
… geht die zeit der re:publica zu ende?
… oder:

> lasst uns die re:publica zukunftsfähig gestalten – es gibt derzeit nichts besseres.
> wir brauchen den raum und die raumausstattung: die offenheit, die freundlichkeit, das gemeinsame, das klima, die visionären keynotespeaker, den hohen begeisterungslevel, die freiheit der lust zu folgen und das leuchten in den augen. das alles spricht für eine neue und bessere zukunft.



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.